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Business & ROI

Google Ads Kampagnentypen 2026

Bevor du heutzutage Google Ads aufsetzt, solltest du dir die Frage stellen: Welchen der vielen Kampagnentypen wähle ich? Diese Entscheidung ist essentiell und hat direkte Auswirkungen auf deine Werbekosten. Dabei ist wichtig, welche Kampagne dir und deinem Geschäft das meiste bringt. Dieser Artikel zeigt dir die 7 aktuellen Kampagnentypen, ihre Vor- und Nachteile und für welche Branche er passt, damit du das Beste aus deinem Geld holst.

Oliver PlitOliver PlitVeröffentlicht am 7 Min Lesezeit
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TL;DR

Google Ads ist 2026 in Österreich nicht „eine Kampagne", sondern setzt sich aus sieben Kampagnentypen zusammen: Search, Performance Max, Display, Shopping, Video, Demand Gen und App. Die Klickpreise schwanken branchenabhängig zwischen 0,30 Euro (Display, Remarketing) und 25 Euro (Rechtsanwalt-Search); für KMU-Suchkampagnen liegt der typische Durchschnitt bei 2 bis 9 Euro pro Klick. Ob sich Google Ads lohnt, entscheidet aber nicht die Kampagnenwahl allein, sondern das Zusammenspiel aus Kampagnentyp, Suchintention und Landingpage: Was darf eine Anfrage dich kosten, und was ist sie dir wert?

Warum die Wahl des Kampagnentyps deinen Erfolg entscheidet

Der entscheidende Fehler, den die meisten bei Google Ads machen, ist nicht zu wenig Budget, sondern den falschen Kampagnentyp für das falsche Ziel. Wer mit einer Display-Kampagne Anfragen für eine Zahnarztpraxis generieren will, verbrennt Geld. Wer mit einer klassischen Suchkampagne einen Onlineshop mit 5.000 Produkten skalieren will, verpasst Reichweite.

Laut Googles offizieller Dokumentation gibt es 2026 sieben Haupt-Kampagnentypen, jeder für eine spezifische Phase der Customer Journey (dem Weg vom ersten Kontakt bis zum Kauf) optimiert (Google Ads Help).

Die 7 Google-Ads-Kampagnentypen im Überblick

1. Suchkampagnen (Suchnetzwerk)

Suchkampagnen sind klassische Textanzeigen, die erscheinen, wenn ein Nutzer auf Google einen Suchbegriff eingibt.

Vorteile:

  • Umsätze und Leads steigern
  • Höchste Kaufabsicht durch aktive Suche
  • Direkt messbar mit klaren Kennzahlen
  • Für die meisten KMU (Klein- und mittelständische Unternehmen) am schnellsten profitabel

Nachteile:

  • Hoher CPC (Cost per Click, also Klickpreis) in umkämpften Branchen
  • Für juristische und medizinische Keywords sind Klickpreise von 8 bis 25 Euro pro Klick keine Seltenheit (WordStream Benchmarks)
  • Braucht klare Keywords, damit das Budget nicht verschwendet wird.

Wann ist diese Kampagne sinnvoll? Es eignet sich besonders als erste Kampagne, vor allem wenn du klare Suchbegriffe hast, mit denen deine Zielgruppe bei Google sucht.

2. Performance Max (PMax)

Performance Max ist Googles KI-getriebene All-in-One-Kampagne. Sie basiert auf Zielvorhaben. Du nutzt einfach Texte, Bilder und Videos wie auch Zielsignale, die dann Google automatisch verteilt auf die Suche, Display, YouTube, Gmail, Discover und Maps.

Vorteile:

  • Voller Zugriff auf alle Google-Kanäle mit einem Setup
  • Deutlich weniger Verwaltungsaufwand als sieben separate Kampagnen
  • Google-eigene Daten zeigen: Werbetreibende, die Performance Max nutzen, erzielen im Durchschnitt über 18 Prozent mehr Conversions bei ähnlichen Kosten pro Aktion.

Nachteile:

  • Blackbox: Du siehst wenig, was tatsächlich passiert, und kannst es nicht direkt beeinflussen.
  • Braucht Datenbasis, mindestens 30 Conversions pro Monat
  • Kann die Auswertung von Brand-Suchen erschweren.

Besonders geeignet für Konten mit stabiler Datengrundlage aufgrund von stabilem Conversion-Tracking. Deshalb nicht geeignet als erste Kampagne für Neustarter.

3. Display-Kampagnen

Display-Kampagnen schalten visuelle Anzeigen (Bilder, Banner oder Videos) im Google Display Network (GDN). Dieses Netzwerk umfasst über zwei Millionen Websites, Apps und Google-Plattformen, darunter auch YouTube und Gmail.

Vorteile:

  • Sehr günstiger CPC, oft unter 0,50 Euro (Rocking Web Display Benchmarks 2025)
  • Ideal für Remarketing (also die erneute Ansprache von Nutzern, die deine Seite schon besucht haben)
  • Hohe Reichweite für Markenbekanntheit

Nachteile:

  • Niedrige Conversion-Raten, meist unter 1 Prozent (WordStream Benchmarks)
  • Kein aktiver Kaufwunsch beim Nutzer
  • Anfällig für schlechte Platzierungen und Bot-Traffic

Es eignet sich deshalb besonders, eine höhere Reichweite zu erzielen bei einer Zielgruppe im Google-Umfeld außerhalb der klassischen Suchergebnisseite.

4. Shopping-Kampagnen

Produktanzeigen sichtbar durch Bild, Preis und den Namen des Shops im Google-Shopping-Tab und in den normalen Suchergebnissen. Wichtig ist ein Google-Merchant-Center-Konto mit einem gepflegten Produktfeed.

Vorteile:

  • Höchste Conversion-Rate im E-Commerce, weil Nutzer Bild und Preis schon vor dem Klick sieht (Echelonn Google Shopping Guide 2025)
  • Für Onlineshops oft der erfolgreichste Werbekanal.
  • Mehr Produkte ermöglichen mehr Reichweite.

Nachteile:

  • Aufwändiges Setup mit Produktfeed
  • Nur für Händler mit physischen oder digitalen Produkten
  • Hoher Pflegeaufwand bei großen Sortimenten

Besonders gut geeignet für Onlineshops mit gepflegtem Produktfeed und einem Sortiment ab 20 Produkten.

5. Video-Kampagnen (YouTube Ads)

Mit Videokampagnen kannst du Videoanzeigen auf YouTube und auf weiteren Websites schalten.

Es gibt sechs Arten von Videokampagnen:

  • Mehr Conversions erzielen (z. B. mehr Käufe oder Anfragen)
  • Markenbekanntheit steigern und viele Menschen erreichen
  • Mehr Videoaufrufe und Aufmerksamkeit für Produkte oder Dienstleistungen gewinnen
  • Interesse potenzieller Kunden wecken durch aufeinander abgestimmte Videoanzeigen (Anzeigensequenz)
  • Neue Zielgruppen ansprechen und die Reichweite erhöhen
  • Kunden entlang der Customer Journey begleiten. Beginn von der ersten Aufmerksamkeit bis zur Kaufentscheidung

Vorteile:

  • Sehr günstige CPMs (Cost per Mille, also Preis pro tausend Sichtkontakte), meist zwischen 3 und 10 Euro (Awisee YouTube Ad Benchmarks 2025)
  • Emotionale Ansprache und Storytelling möglich
  • Ideal, um die Marke bekannt zu machen und Interesse zu wecken.

Nachteile:

  • Braucht professionelles Videomaterial
  • Wirkt oft indirekt auf den Kauf.
  • Der Einfluss auf den Kauf ist nicht immer leicht nachzuvollziehen.

Es kann helfen für: Hotels, Kliniken und Kanzleien mit vorhandenen Videos und dem Ziel, neue Mitarbeitende oder Kunden zu erreichen.

6. Demand Gen (Kampagnen zur Nachfragegenerierung)

Der Nachfolger der Discovery-Kampagnen. Die Anzeigen werden sichtbar im YouTube-Feed, in Gmail, in Discover und in YouTube Shorts. Der Fokus liegt auf dem visuellen Aspekt, vor allem wenn Nutzer nicht aktiv danach suchen.

Vorteile:

  • Nutzt Googles Zielgruppen-Signale statt Keywords
  • Bild- und Videoformate wirken weniger werblich als Display
  • Guter Kanal für Lookalike-Ansprache (also Nutzer, die deinen bestehenden Kunden ähneln)
  • CPC-Range typischerweise zwischen 0,30 und 1,50 Euro (Affect Group Demand Gen Benchmarks)

Nachteile:

  • Braucht starke Assets in mehreren Formaten
  • Kein klarer Suchintent, weniger Kaufabsicht
  • Hoher View-Through-Anteil (viele sehen die Anzeige, ohne direkt darauf zu klicken), schwierige Erfolgsmessung

Wann sinnvoll: Für visuell starke Marken, die präsent sein wollen, wenn der Nutzer nicht direkt danach sucht.

7. App-Kampagnen (UAC, Universal App Campaigns)

Für App-Installationen und In-App-Aktionen. Google verteilt Anzeigen automatisch über Play Store, YouTube, Suche und Display (Google Ads Help: App-Kampagnen).

Vorteile:

  • Vollautomatisiert
  • Für App-Business hocheffizient

Nachteile:

  • Ausschließlich für App-Vermarktung nutzbar
  • Sehr wenig manuelle Kontrolle

Wann sinnvoll: Es eignet sich nur für dich, wenn du eine App vermarkten willst.

Vor- und Nachteile im Direktvergleich

KampagnentypTypischer CPC (2025)Ø Conversion-RateSetup-AufwandFür wen
Search2 bis 9 Euro (juristisch/medizinisch bis 25)7,5 Prozent (Top-Branchen bis 14 Prozent)MittelFast alle mittelständischen Unternehmen
Performance Max0,60 bis 1,50 Euro1,8 ProzentNiedrigKonten mit Datenbasis
Display0,30 bis 1 Eurounter 1 ProzentMittelRemarketing, Bekanntheit
Shopping0,50 bis 2 Euro1,9 ProzentHochOnlineshops
Video (CPV)0,01 bis 0,03 EuroMeist indirekte WirkungHochMarken mit Videomaterial
Demand Gen0,30 bis 1,50 Euro0,5 bis 2 ProzentMittelVisuelle Marken
AppVariabel (Cost per Install)Kampagnenziel-abhängigNiedrigApp-Business

Werte basierend auf WordStream Google Ads Benchmarks 2025 (16.000 US-Kampagnen, April 2024 bis März 2025), Lebesgue Performance Max Analyse, Echelonn Google Shopping Guide 2025, Rocking Web Display Benchmarks 2025 und Awisee YouTube Benchmarks 2025. DACH-Werte liegen typischerweise 5 bis 15 Prozent unter den US-Werten.

Welcher Kampagnentyp passt zu welcher Branche?

Zahnärzte: Für Zahnärzte eignen sich vor allem Suchkampagnen und lokale Kampagnen, da potenzielle Patienten meist aktiv nach Begriffen wie „Zahnarzt in der Nähe“ oder „Zahnschmerzen Hilfe“ suchen. So werden genau die Nutzer erreicht, die einen konkreten Bedarf haben.

Anwälte und Steuerberater: Auch hier sind Suchkampagnen besonders geeignet, da die Nachfrage sehr gezielt ist. Nutzer suchen häufig nach konkreten Lösungen wie „Anwalt Arbeitsrecht“ oder „Steuerberater Selbstständige“. Dadurch lassen sich hochwertige Anfragen generieren.

Hotels: Für Hotels sind Performance-Max-, Display- und Videokampagnen sinnvoll. In der Reisebranche spielt Inspiration eine große Rolle, daher wirken visuelle Anzeigen besonders gut. Gleichzeitig können Nutzer über Suchanfragen oder Buchungsabsicht direkt zur Conversion geführt werden.

E-Commerce: Im E-Commerce sind vor allem Shopping-Kampagnen und Performance-Max-Kampagnen effektiv. Sie ermöglichen es, Produkte direkt mit Bildern und Preisen auszuspielen und über viele Kanäle hinweg skalierbar Verkäufe zu erzielen.

Die häufigsten Fehler beim Setup

  • Zu breite Keyword-Match-Types: Zu breites Publikum ohne klare Filter verbrennt Budget und bringt wertlose Klicks ohne Conversion
  • Kein sauberes Conversion-Tracking: Wenn du die Conversion nicht sauber aufzeichnest, nimmst du dir die Möglichkeit, deine Kampagnen mit Daten zu füttern und zu optimieren.
  • Performance-Max-Kampagne als erste Kampagne:** PMax funktioniert nur mit guter Datenbasis gut. Ohne Daten verbrennst du Budget.
  • Fehlende Landingpage-Optimierung: Selbst mit der besten Kampagne kannst du keine potenziellen Käufer überzeugen, wenn deine Landingpage langsam und unstrukturiert ist. Wenn Ladezeit, mobile Darstellung und Barrierefreiheit deiner Website nicht sauber gelöst sind, findest du bei uns unter werbungonline.at/webdesign die passende Basis.
  • Keine kontinuierliche Optimierung: Google Ads ist keine einmalige Sache. Wenn du nicht laufend optimierst, wirst du ineffizient. Jede Woche braucht Anpassungen an Geboten, Assets und Negativlisten (Ausschlüsse von Suchbegriffen, bei denen die Anzeige nicht ausgespielt werden soll).

Fazit

Google Ads bietet dir durch sieben Kampagnentypen mit grundlegend unterschiedlichen Zielen und Kosten eine hohe Bandbreite an Möglichkeiten. Jetzt ist es wichtig, den richtigen Typen für die passende Branche zu finden, um das volle Potenzial auszuschöpfen. Zum Beispiel bei mittelständischen Unternehmen führt kein Weg an Suchanzeigen-Kampagnen vorbei mit klarem Suchintent. E-Commerce lebt von der Shopping-Kampagne. Und wer den Nutzer emotional erreichen will, arbeitet mit Video oder Demand-Gen.

Der teuerste Fehler ist also nicht ein falsches Budget, sondern eine falsche Wahl der Kampagne. Bei werbungonline betreuen wir Google-Ads-Konten für Zahnärzte, Anwälte, Steuerberater und Hotels in Wien und in ganz Österreich. Wenn du wissen willst, welcher Kampagnentyp für deine Situation passt, sprich uns an. Ein kostenloses Erstgespräch dauert 30 Minuten und liefert dir Klarheit.

Quellen

Oliver Plit

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